Kurzsichtig, was tun?
Ist jemand kurzsichtig, so leidet er an einer Form der Fehlsichtigkeit, die man Myopie oder auch Kurzsichtigkeit nennt. Wenn man kurzsichtig ist liegt das in den meisten Fällen an einem zu langen Augapfel oder/und an einer Brechkraft des dioptrischen Augenapparats, die zu stark ist. Der dadurch entstandene optische Abbildungsfehler sorgt dafür, dass man kurzsichtig wird, also Objekte, die sich weit entfernt befinden schlechter sehen kann als nahe gelegene Objekte. Abhängig vom Zeitpunkt des Auftretens der Kurzsichtigkeit und von der Ursache der Myopie gibt es unterschiedliche Formen dieser Fehlsichtigkeit.
Das Ausmaß der Kurzsichtigkeit einer Person lässt sich durch die so genannte Refraktionsbestimmung ermitteln und wird in Dioptrien angegeben. Die am öftesten auftretende Form der Myopie ist die Achsenmyopie. Für sie und fast alle anderen Formen der Kurzsichtigkeit gibt es keine Möglichkeit, die Ursache zu behandeln. Trägt man jedoch eine Brille oder Kontaktlinsen, lässt sich der Brechungsfehler, der auftritt, wenn man kurzsichtig ist, mit diesen Hilfsmitteln durch deren konvex-konkave Krümmung korrigieren. Darüber hinaus besteht in den meisten Fällen auch die Möglichkeit einer refraktiven chirurgischen Korrektur. In der heutigen Zeit wird diese zumeist mit einem Laser durchgeführt. Bei dieser Art der Operation wird die Brechkraft der so genannten Hornhaut reduziert, indem man die Krümmung ihrer Vorderfläche abflacht. Spezialisiert darauf sind Anbieter wie EuroEyes mit ihren Lasik Zentren.
Einige wenige Formen der Myopie kann man jedoch ursächlich behandeln. So lässt sich die Katarakt-induzierte Kurzsichtigkeit durch die Star-Operation beheben und die Glukose-induzierte Kurzsichtigkeit durch eine exakte Einstellung des Blutzuckerspiegels. Je nachdem, in welchem Ausmaß ein Mensch kurzsichtig ist, kann er sich durch einen temporären Kompensationsmechanismus etwas Abhilfe verschaffen. Dabei werden die Augen zu einem Spalt zusammengekniffen, was normalerweise zu einer besseren Sehschärfe führt. Allerdings ist dieser Mechanismus nur äußerst begrenzt wirksam und einsetzbar, auf keinen Fall können dadurch Hilfsmittel wie Brille oder Kontaktlinsen ersetzt werden. Weiterhin gibt es ein therapeutisches Verfahren, das so genannte Augentraining, welches eine Reduzierung der Kurzsichtigkeit und somit auch eine verbesserte Sehschärfe herbeiführen soll. Da bisher aber nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte, dass das Augentraining tatsächlich einen positiven Effekt hat, wenn man kurzsichtig ist, lehnt die wissenschaftliche Medizin dieses therapeutische Verfahren ab. Unter gewissen Umständen kann auch eine temporäre Myopie auftreten, beispielweise durch die Einnahme einiger Medikamente oder während der Schwangerschaft. (gla)